News aus der Versicherungswirtschaft

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  1. Darauf sollten Sie als Arzt bei der Übergabe Ihrer Praxis achtenDie junge Ärztin stand kurz vor ihrer Abschlussprüfung, als ein glücklicher Zufall sie und einen Allgemeinmediziner in einer kleinen Stadt zusammenführte. Denn der Arzt suchte bereits seit geraumer Zeit einen Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin für seine Praxis – bislang vergebens. Die junge Ärztin dagegen arbeitete in einem Krankenhaus in der Nähe der Kleinstadt und wollte für ihre Familie und sich selbst den stressigen Klinikalltag hinter sich lassen. Ihr Traum war immer die eigene Arztpraxis. So einigten sich die beiden und nach etwa eineinhalb Jahren Einarbeitung übergab der Arzt ihr die Praxis. [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"] So glatt wie in diesem Beispiel verläuft längst nicht jede Suche und schließlich Übergabe einer Arztpraxis mit einer Zulassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das wissen Sie vielleicht aus eigener Erfahrung. Findet sich in der Familie oder im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis niemand, der einsteigt – und auch über andere Wege gibt es keinen Interessenten – muss im schlimmsten Fall die Praxis geschlossen werden. Dieser Trend ist insbesondere in den Flächenländern zu beobachten. Damit es nicht so weit kommt, empfiehlt es sich, rechtzeitig die Nachfolge zu planen.

    Wie lässt sich ein Praxisnachfolger finden?

    Viele Ärzte wünschen sich für ihre Patienten einen würdigen Nachfolger und möchten ihr Lebenswerk in gute Hände übergeben. Gleichzeitig haben sie sich mit der Praxis ein finanzielles Polster aufgebaut, das sie für ihren Ruhestand einkalkuliert haben. Haben sich nun der Sohn oder die Tochter, die Nichte oder der Neffe oder andere Familienmitglieder nicht für den Weg des Mediziners entschieden und können somit die Nachfolge nicht antreten, muss in einem weiteren Umkreis gesucht werden. Hier bieten sich zunächst Freunde und Bekannte des Arztes selbst oder der Kinder an, die vielleicht (angehende) Medizinstudenten oder an einer Praxis interessierte Ärzte kennen. Gibt es auch dort niemanden oder man kann sich nicht einigen, kann der Weg über eine Praxisbörse, wie praxisboerse.de oder auch die Praxisbörsen der Kassenärztlichen Vereinigungen der jeweiligen Bundesländer, gegangen werden. Dort können Sie eine eigene Anzeige für ihre Nachfolge schalten oder Sie schauen sich die Suchen von Medizinern an, die eine Praxis suchen. Auch Anzeigen in den einschlägigen Zeitungen, wie Ärzteblatt oder Ärztezeitung, können erfolgreich sein.

    Was muss bei der Übergabe einer Arztpraxis beachtet werden?

    Zu den wichtigsten Punkten gehört, wie schon angedeutet, rechtzeitig mit der Suche zu starten. Experten empfehlen, mindestens fünf Jahre im Voraus zu beginnen. Dafür muss zunächst geklärt werden, ob sich die Praxis in einem offenen oder gesperrten Planungsbereich befindet. Das bedeutet, es muss ein Ausschreibungsprozess stattfinden oder eben nicht. Im offenen Bereich ist eine Ausschreibung nicht notwendig. Als abgebender Arzt können Sie die Praxis an Ihren Nachfolger abgeben und erklären beim Zulassungsausschuss den Verzicht auf Ihre Zulassung, der stets unter dem Vorbehalt der rechtskräftigen Zulassung eines Nachfolgers erklärt werden sollte. Ihr Nachfolger wiederum beantragt die kassenärztliche Zulassung. Etwas komplizierter wird es im gesperrten Planungsbereich, da es sich um so genannte überversorgte Bereiche handelt. Das Ausschreibungsverfahren muss bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung beantragt werden, um in den amtlichen Bekanntmachungen zu erscheinen. Dieser Prozess ist unumgänglich. Anschließend können Sie als Arzt mit den Bewerbern die Übernahme verhandeln und der Zulassungsausschuss entscheidet letztlich.

    Checkliste für die Planung

    Neben diesen ersten grundlegenden Gedanken und Handlungen, bei denen es um das Gewinnen eines Interessenten für Ihre Arztpraxis geht, kommt es im weiteren Verlauf zum Beispiel auf Folgendes für den abgebenden und den übernehmenden Arzt an:
    • Realistischen Verkaufspreis ermitteln
    • Finanzierung klären
    • Übernahme des Mietvertrages für die Praxisräume oder Umzug in neue Räume ansprechen
    • Eventuell Modernisierung, Renovierung der Praxis inklusive Inventar und Geräte
    • Praxisversicherung aktualisieren
    • Arbeitsverträge mit bisherigem Personal anpassen, eventuell neue Mitarbeiter suchen
    • Information der Praxisübergabe an die Patienten und Partner (Labore, Apotheken etc.)
    • Steuerliche Aspekte berücksichtigen
  2. Fachkräftemangel im Handwerk – wie Sie Mitarbeitende an sich bindenMittlerweile hat wohl jede Branche ihre Sorgen damit, qualifiziertes Personal zu finden. Manche mehr, manche weniger. Besonders das Handwerk leidet sehr unter fehlenden Fachkräften. So zeigte eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA), dass dort 65.000 Fachkräfte fehlen, davon allein 54.000 Gesellen. [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"] Eine Einschätzung der Handwerksunternehmen, abgefragt durch das Bundeswirtschaftsministerium, besagt, dass über 50 Prozent der Betriebe den Fachkräftemangel als Hauptrisiko für ihr Unternehmen sehen. Die Corona-Krise hat die Situation noch verschärft.

    Arbeitsumfeld besonders wichtig

    Um Ihre Fachkräfte zu halten oder um neue zu gewinnen, sollten Sie zuerst ein Arbeitsumfeld gestalten, in dem sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen. Wie wichtig eine wertschätzende, ehrliche und transparente Unternehmenskultur mit einem entsprechend handelnden Chef oder einer Chefin für die Mitarbeiterbindung ist, zeigt sich insbesondere in Krisenzeiten. Ein entspanntes Betriebsklima, das auch in stressigen Zeiten für Arbeitnehmer nicht belastend wird, flache Hierarchien und eine offene Kommunikationskultur sind ebenso wichtige Voraussetzungen, wie den Zusammenhalt im Team zu stärken.

    Weiterbildung fördern

    Ohne lebenslanges Lernen kommt heute niemand mehr aus. Zu schnell ändern sich Methoden und Technik. Daher sind Angebote zur beruflichen – und auch zur persönlichen Weiterbildung – für die Mitarbeiter und für das Unternehmen wichtig. Fördern Sie deshalb Ihre Mitarbeiter. Entsprechende Angebote bringen neue Kenntnisse und befähigen zu mehr Verantwortung im Arbeitsalltag – und, damit einhergehend, zu mehr Anerkennung und Motivation. Wollen Gesellen sich etwa zum Meister qualifizieren, sollten Sie als Unternehmer die Kollegen dabei unterstützen und etwa ein höheres Gehalt in Aussicht stellen.

    Karriere ermöglichen

    Wer sich weiter qualifiziert, möchte sich in der Regel auch auf der Karriereleiter vorwärts bewegen. Deshalb sind Karrierechancen für Mitarbeiter wichtig. Fehlt diese Motivation, werden viele gute Handwerker zu Unternehmen abwandern, die diese Perspektive bieten. Auch Auszubildende sollten Sie möglichst frühzeitig ansprechen, wenn Sie sie übernehmen wollen.

    Mitarbeiterbindung durch betriebliche Altersversorgung

    Neben diesen Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zählt heute die Unterstützung bei der Altersvorsorge, etwa durch ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) und vielleicht noch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) zu weiteren Instrumenten, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden und dauerhaft zu halten. Eine bAV als Direktversicherung etwa kann allein vom Arbeitgeber oder auch vom Arbeitnehmer finanziert werden. Bei der klassischen arbeitgeberfinanzierten bAV übernimmt der Chef die Beiträge zur späteren Zusatz-Rente allein. Arbeitnehmer können aber auch einen Teil ihres Bruttogehalts für eine Betriebsrente einsetzen (Entgeltumwandlung). Für Beträge bis zu 282 Euro im Monat fallen keine Sozialabgaben an, für Beträge bis zu 564 Euro keine Steuern (Stand 2022). Als Arbeitgeber müssen Sie die Verträge Ihrer Beschäftigten mit 15 Prozent des umgewandelten Entgelts (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) bezuschussen. Hier können Sie aber auch deutlich mehr als den gesetzlich verlangten Zuschuss dazugeben.

    Betriebliche Krankenversicherung

    Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind längst nicht mehr so hoch, wie sie einmal waren. Und gleichzeitig möchten Patienten nicht unbedingt nur die Standardlösung, die von den Krankenkassen übernommen werden. Zudem haben sich die Kosten im medizinischen Bereich aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich erhöht. Beim Zahnersatz etwa ist das deutlich zu spüren. Ob Krone, Inlay oder die Keramikfüllung – der Patient muss teils tief in die Tasche greifen, auch bei sorgfältig geführtem Bonusheft. Wer hier als Arbeitgeber mit einer betrieblichen Krankenversicherung unterstützt, kann seinen Mitarbeitern bares Geld sparen. Dabei schließt das Unternehmen den Vertrag direkt mit dem privaten Krankenversicherer und übernimmt komplett die Versicherungsbeiträge. Im Versicherungsfall reicht der Mitarbeiter seine Rechnung beim Versicherer ein und erhält die Erstattung.

    Unterstützung bei der Gesundheit

    Neben der betrieblichen Krankenversicherung können Sie als Arbeitgeber auch zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter beitragen. Zum Beispiel könnten Sie Rücken-, Entspannungs- oder Ernährungskurse im Unternehmen organisieren oder bezuschussen. Oder Sie übernehmen einen Teil der Kosten der Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Für den Arbeitsweg könnten Sie ein Fahrrad, eventuell auch mit Elektro-Antrieb, anbieten. Je mehr Ihr Unternehmen unternimmt und sich damit von anderen abgrenzt, desto eher können Sie neue Mitarbeiter finden und einer Abwanderung vorbeugen.
  3. Warum immer mehr Menschen an Diabetes erkrankenIn Deutschland leben rund acht Millionen Menschen mit Diabetes. Pro Tag kommen etwa 1.600 Neuerkrankungen hinzu. Bei gleichbleibender Entwicklung rechnet die Deutsche Diabetes-Hilfe damit, dass hierzulande bis zum Jahr 2040 bis zu 12 Millionen Menschen an Diabetes leiden werden. [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"] Die Erkrankung entsteht meist schleichend und kann über Jahre völlig symptomlos bleiben. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung über Risiken und Präventionmöglichkeiten zu informieren. Dieses Ziel verfolgt seit 1991 der Welt-Diabetestag, der jährlich am 14. November stattfindet, dem Geburtstag des kanadischen Mediziners Frederick G. Banting, der 1921 das lebenswichtige Hormon Insulin entdeckte. Der zentrale Patienteninformationstag zum Weltdiabetestag findet in diesem Jahr wieder digital auf www.weltdiabetestag.de statt. Seit 2009 richtet die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ihn unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums in Deutschland aus.

    Was ist Diabetes? 

    Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die mit zu hohen Blutzuckerwerten einhergeht. Es ist wichtig, die Krankheit rechtzeitig zu behandeln, um Schäden an Organen wie Herz, Augen und Nieren zu vermeiden. Die Gefahr sollte dabei niemand unterschätzen, denn Diabetes verursacht jährlich mehr Todesfälle als Brustkrebs und AIDS zusammen. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes. Bei 95 Prozent der Betroffenen liegt ein Typ-2-Diabetes vor. Diabetes Typ 1 tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf und ist eine Autoimmunerkrankung. Das eigene Immunsystem greift die körpereigene Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört die insulinproduzierenden Zellen. So entsteht ein „absoluter Insulinmangel“. Die Betroffenen müssen ein Leben lang die Zuckerwerte kontrollieren, besonders auf ihre Ernährung achten und regelmäßig Insulin spritzen. Diabetes Typ 2 tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf. Hierbei besteht ein „relativer Insulinmangel“. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar Insulin, aber die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit für das Hormon oder die Insulin-Ausschüttung ist gestört. So gelangt immer weniger Zucker in die Körperzellen. Auch wenn man hier von Altersdiabetes spricht, zeigt doch die Statistik, dass Menschen mit Typ 2 Diabetes immer jünger werden. Experten schätzen, dass allein in Deutschland 5.000 Kinder und Jugendliche vom „Alterszucker“ betroffen sind. Ursachen eines Typ-2-Diabetes können eine erbliche Veranlagung, aber auch ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung sein. Risikofaktoren sind außerdem erhöhte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck.

    Wie lässt sich das Diabetes-Risiko senken?

    Während sich Diabetes Typ 1 – bei dem ein absoluter Insulinmangel besteht – nicht verhindern lässt, sieht das bei Diabetes Typ 2 ganz anders aus: Mit einer gesunden Lebensweise kann jeder die Erkrankung hinauszögern oder sogar vollkommen verhindern. Wichtig ist hierbei aus Sicht der Deutschen Diabetes-Hilfe vor allem eine bewusste, ausgewogene Ernährung. Anstatt zu zuckerhaltigen Softgetränken wie Cola, Energydrinks oder Säften zu greifen, sollten Wasser und selbstgemischte Fruchtschorlen auf dem Speiseplan stehen. Und Pizza, Burger oder Chips sollten durch frische Gerichte, Gemüsesticks und Obst ersetzt werden. Als Vorbild für eine gesunde Ernährung kann die traditionelle Küche der Mittelmeerländer dienen – mit viel Gemüse und ausgewählten Getreideprodukten, hochwertigem pflanzlichem Öl, wenig Fleisch, häufiger Fisch und einer Vielfalt von Früchten. Neben einer gesunden Ernährung hilft auch mehr Bewegung im Alltag ganz entscheidend dabei, einer Diabetes-Erkrankung vorzubeugen. Selbst der Beginn einer Tabletten- oder Insulintherapie kann dadurch oft verzögert werden. Denn Bewegung bekämpft nicht nur Übergewicht, sondern verbessert auch die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, sodass mehr Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird und der Blutzuckerspiegel sinkt. Geeignete Sportarten, um langsam wieder neuen Schwung ins Leben zu bringen, sind zum Beispiel Nordic-Walking, Wandern, Schwimmen, Tanzen oder Radfahren.

    So helfen die Krankenkassen

    Tipp: Immer mehr gesetzliche und private Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten darin, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun. Manche Anbieter legen auch spezielle Bonus­programme für ihre Mitglieder auf, mit denen sie gesundes Verhalten belohnen. Für bereits an Diabetes Erkrankte gibt es auch Diabetes Management-Programme. Im Internet finden Interessierte darüber hinaus auch Apps wie mySugr, die ihnen dabei helfen, ihre Blutzuckerwerte im Auge zu behalten.
  4. Fallstricke in der Betriebshaftpflicht – Worauf Unternehmer achten solltenFür Selbstständige und Freiberufler gehören die Betriebshaftpflichtversicherung beziehungsweise die Berufshaftpflichtversicherung zu den elementaren Absicherungen. Denn Paragraf 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs regelt, dass ein Schaden von seinem Verursacher ersetzt werden muss – stürzt ein Kunde in Ihren Geschäftsräumen und verletzt sich dabei schwer, trägt die Haftpflichtversicherung die Kosten. [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"] Jedoch ist Haftpflichtversicherung nicht gleich Haftpflichtversicherung. Gibt es bei Arbeitsmaschinen zum Beispiel zulassungspflichtige, aber auch genehmigungspflichtige Arbeitsmaschinen, kommt es auf die Details des Tarifs an. Zulassungspflichtige Maschinen, wie Stapler oder selbstfahrende Arbeitsmaschinen, können nur in Betrieb genommen werden, wenn der Unternehmer einen Haftpflichtschutz für diese Maschine vorweisen kann.

    Genehmigungspflichtige Maschinen nicht immer eingeschlossen

    Bei den genehmigungspflichtigen Arbeitsmaschinen sieht das anders aus. Hier ist der Nachweis einer eigenständigen Haftpflichtversicherung nicht erforderlich. Sie könnte in die Betriebshaftpflichtversicherung eingeschlossen werden. An dieser Stelle lauert allerdings die Gefahr: Nicht alle Versicherer schließen eine genehmigungspflichtige Maschine ein. Das bedeutet, dass die Aufnahme dieser Maschinen eigens beantragt werden muss. Eine weitere Besonderheit, die beim Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung besonders im Auge behalten werden sollte, betrifft die Selbstbeteiligung. Wenn Selbstständige darauf verzichten, nehmen sie eine höhere Prämie in Kauf. So weit, so bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass in einer Haftpflichtversicherung dennoch eine Selbstbeteiligung enthalten sein kann. Der Grund dafür sind Klauseln, die etwa 250 Euro Selbstbeteiligung bei Entladeschäden oder bis 10.000 Euro für Personenschäden in den USA vorsehen. Daher lohnt sich ein genauer Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, um hier sicher zu sein, dass eben keine versteckten Selbstbeteiligungen vorhanden sind.

    Das ist wichtig beim Einsatz von Subunternehmern

    Insbesondere für die Betriebshaftpflichtversicherung bei Bauhandwerkern sind Subunternehmer ein großes Thema. Wenn sie ganze Aufträge oder auch nur Teile an Subunternehmer abgeben, stehen sie ihrem Kunden gegenüber in der Schadenersatzpflicht, sofern etwas schiefgeht. Zwar können sie bei dem beauftragten Subunternehmer ebenfalls einen Ersatz des Schadens fordern, doch das kann unter Umständen erfolglos sein. Viele Versicherungstarife schließen eine Deckung aus der Subunternehmerbeauftragung aus und bei denjenigen, die sie integrieren, können Summe und Leistung begrenzt sein. Ein Tarif, der die Haftpflicht einer Subunternehmerbeauftragung ohne Begrenzung bei der Summe oder der Leistung übernimmt, ist deshalb die richtige Wahl für Bauhandwerker.
  5. Was passt besser – gesetzliche oder private Krankenversicherung?Als angehender Student muss man sich entscheiden – für das Studienfach und für die eigene Krankenversicherung. Wer sich für ein Medizinstudium entscheidet, weiß, dass die Studentenzeit lang und anstrengend wird. Dieser Herausforderung stellen sich jedoch immer mehr Studierende der Medizin. Im Jahr 2021 waren es laut Statistischem Bundesamt mehr als 105.000, zehn Jahre zuvor dagegen nur knapp 83.000 Studierende. Auch diese Studierenden müssen eine Krankenversicherung wählen. Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können die Kinder bis zum Alter von 25 Jahren beitragsfrei familienversichert bleiben. Sie können sich aber auch auf eigene Kosten privat krankenversichern. Wichtig ist: Die Entscheidung muss innerhalb der ersten drei Monate des Studiums getroffen werden, um den Antrag zur Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung termingerecht zu stellen. Und spätestens mit dem 25. Geburtstag muss diese Entscheidung erneut getroffen werden, wenn zunächst die Familienversicherung gewählt wurde.

    Vorteile der PKV für Medizinstudenten

    Einige Versicherer bieten Studierenden der Humanmedizin spezielle Tarife an, die zum Beispiel auf eine Selbstbeteiligung verzichten und bei denen die Studierenden nach Ende des Studiums ohne erneute Gesundheitsprüfung in andere Tarife wechseln können. Selbstverständlich gilt das nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, also entweder eine eigene Praxis oder ein Angestelltenverhältnis besteht und das Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze von jährlich 64.350 Euro im Jahr 2022 liegt. Das werden viele Mediziner erreichen und sich oft nicht mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zufrieden geben, vor allem, weil die private Krankenversicherung für Ärzte oft mit besseren Leistungen günstiger ist als die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung. Wer als Medizinstudent unentschlossen ist, ob eine private Krankenversicherung das Richtige ist, kann sich folgende beispielhafte Leistungsvorteile gegenüber der gesetzlichen vor Augen führen:
    • Bevorzugte Behandlung und schnellere Termine beim (Fach-)Arzt
    • Auf Wunsch Behandlung durch den Oberarzt
    • Ein- oder Zweibettzimmer bei einem stationären Aufenthalt
    • Zugang zu neuen medizinischen Behandlungen
    • Übernahme der Kosten alternativer Behandlungen
    • Zugang zu neuen medizinischen Behandlungen

    Optionstarife als Übergang

    Wurde zunächst die gesetzliche Familienversicherung gewählt, und herrscht beim Studenten noch Unsicherheit, ob oder wann ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist, könnte ein Optionstarif eine Lösung sein. Dabei handelt es sich nicht um eine Krankenversicherung, sondern um eine Anwartschaft auf die später abzuschließende Krankenversicherung. Denn der aktuelle, meist gute, Gesundheitszustand wird sozusagen eingefroren. Studierende starten dann später in die PKV mit genau diesem Gesundheitszustand. Dadurch wird der Tarif günstiger. Grundsätzlich sind für Studenten die Prämien sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung je nach Alter günstiger als für andere Versicherte. Je nach persönlichen Wünschen und Vorlieben kann eher die gesetzliche oder eher die private Krankenversicherung die passende Absicherung sein. Ebenso möglich ist, eine gesetzliche Grundversorgung durch eine private Zusatzversicherung zu ergänzen.